Antidemokratische Presse in der Weimarer Republik

Dissertation von Niels Albrecht über Antidemokratische Agitationen in Presse und Justiz gegen die Weimarer Republik. „Demokratie ohne Demokraten“ - dieses Schlagwort wird häufig bemüht, um das Verhältnis der Mehrheit zur neuen parlamentarischen Demokratie zu charakterisieren. Niels Albrecht geht in seiner der Universität Bremen vorgelegten Dissertation den Kampagnen der rechtsgerichteten Presse gegen die neue Republik nach…

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Bäderantisemitismus – ein verdrängtes Kapitel

Michael Wildt, „Der muss hinaus! Der muss hinaus! Antisemitismus in deutschen Nord- und Ostseebädern 1920 - 1935. Erschienen in „Mittelweg 36“, 10. Jahrgang 2001, Heft 4 (August/September 2001), S. 2-25. Die zwanziger Jahre waren verrucht, lasziv, progressiv, freizügig – für eine Minderheit in den Großstädten. Für die Mehrheit der Bevölkerung ging das Leben trotz vieler…

Vormerken: 100 Jahre Bauhaus – 100 Jahre Weimarer Republik

Landschaftsverbände rüsten sich für "Weimar im Westen" 2019 2019 wird nicht nur das Jubiläumsjahr der Weimarer Republik, auch das "Bauhaus" feiert. Bundesweit rüsten sich Kultureinrichtungen für den 100. Geburtstag. Hier gibt es eine Übersicht: https://www.bauhaus100.de/de/bauhaus-100/akteure/verbundmitglieder/ Die Landschaftsverbände Rheinland (LVR) sowie Westfalen-Lippe (LWL) wollen nicht zurück stehen und kündigen eine Reihe von Ausstellungen an: http://www.westfalen-heute.de/mitteilung.php?42226  

Das Dresdner Kugelhaus

Bei Kugelbauten denken die meisten Architekturfans an das Brüsseler Atomium. Fast in Vergessenheit geraten ist ein Experimentalbau, mit dessen Errichtung die Technische Hochschule in Dresden 1928 ihren 100. Geburtstag feierte. Der Architekt Peter Birkenholz errichtete das damals erste Kugelhaus der Welt. 1938 wurde es als Schöpfung eines jüdischen Architekten im Auftrag der Nazis abgerissen. Heute…

Zensiert und verboten: „Cyankali“

Die "Deutsche Welle" vom 20. November 2016 über Hans Tintners Verfilmung des gleichnamigen Stücks von Friedrich Wolf Die Frau der zwanziger Jahre war Garconne, Vamp, Flapper, Kämpferin, berufstätig, sexuell freizügig, emanzipiert – diese Klischees prägen das Bild vom Frauenleben in der Weimarer Republik noch heute. Dabei waren Sexualaufklärung, Verhütung und das Recht der Frauen, über…

Tondokumente von Otto Dix im Deutschen Rundfunkarchiv

„Ich bin so ein Realist, dass ich das alles mit eigenen Augen sehen muss“ bekannte der alte Otto Dix, als er seine Kriegserfahrungen schilderte. Die Bilder, die er von entstellten Kriegsheimkehrern, von Frontbordellen und verwesten Leichen hinterließ, zeigten den Krieg, wie er war, ohne Glorifizierung, ungeschönt aber immer mit einer Portion Faszination. Das Deutsche Rundfunkarchiv…

Charlottengrad und Scheunenviertel: Forschungsprojekt zu jüdischen Migranten aus Osteuropa im Berline der 1920er und 1930er Jahre.

Die Metropole Berlin zog vor allem jüdische Einwanderer aus Ost- und Südosteuropa, dem ehemaligen Habsburger Reich sowie dem Russischen Reich an. Ein Forschungsprojekt der Freien Universität Berlin beschäftigte sich mit dieser Bevölkerungsgruppe, die vor allem im bürgerlichen Charlottenburg, wegen des hohen Anteils russisch-stämmiger Bewohner auch "Charlottengrad" genannt, und im Scheunenviertel rund um den Alexanderplatz zuhause…

Tragischer Flaneur: Biographie von John Höxter erschienen

John Höxter, 1884 bis 1938, entstammte einer Kaufmannsfamilie. 1905 zog er zum Besuch der Kunstgewerbeschule nach Berlin. Als expressionistischer Dichter und Graphiker erlangte er eine gewisse Popularität, an Zeitschriften wie „Aktion“ wirkte er mit. Mit dem Niedergang des Expressionismus und der Verfestigung seiner Morphiumsucht wurde er zu einer stadtbekannten Figur, Lebendinventar des „Romanischen Cafés“ und…

Otto-Dix-Stiftung

  Seine Malerei und Graphik prägte die bildende Kunst der Weimarer Republik beispiellos. Gnadenlos schilderte Otto Dix (1891-1969) was er sah - oder in die Menschen hinein sah. Er spielte mit Rollen und Klischees, übertreibend oder einfach überdeutlich. Der Erste Weltkrieg bot ihm Schrecken und Faszination gleichzeitig. Die Website der Otto-Dix-Stiftung gibt einen Überblick über…

Erinnerung an die Weintraubs Syncopators in der „Jazz-Zeitung“ von 2006

Ivan Goll erwähnt sie in seinem Roman "Sodom Berlin", zu den Filmen "Der Blaue Engel" und "Das Kabinett des Dr. Larifari" steuerten sie Titel bei. Was die "Comedian Harmonists" für den A Capella-Gesang waren, waren die Weintraubs Syncopators, gegründet von Stefan Weintraub (1897-1981) für den Jazz. Wie die Comedian Harmonists zwang die Nazi-Diktatur sie zur…